Ich habe vor einiger Zeit auf Facebook eine Grafik geteilt (Klicke hier um zum Beitrag zu kommen), die im englischen Sätze beinhaltete wie wir oft mit unseren Kindern reden. Kurz und knapp. Und meist schon mit einer voreingenommen Haltung, oder Wertung. Daneben standen Alternativen zu diesen Sätzen. Das waren Sätze die Raum für Verbindung zuließen und für Beziehung. Sätze die Fragen zuließen, oder die Möglichkeit für Austausch. Das ganze stoß auf einige Reaktionen und unter anderem auch die Frage:

„Gibt´s das auch auf Deutsch?“

Für mich ein Grund selber eine solche Grafik zu erstellen, denn  in meinem Alltag fehlen mir auch immer wieder „richtige“ Ideen  und Worte wie ich konkret anders handeln kann. Und gerade in Gesprächen passiert so viel. Wortwörtlich. Und vieles auch unterschwellig und unbewusst.

Unsere Sätze die wir einander sagen bewegen uns. Da passiert ganz viel. Gedanken kommen hoch. Empfindungen. Gefühle. Und gerade für unsere Kinder, formen unsere Sätze, die wir mit ihnen sprechen ihre Welt. Der Blick auf sich selbst. Und auch der Blick auf ihre Umwelt. Auch ihre Werte formen sich durch unsere gesprochene Worte. Natürlich ist auch unsere Handlung ein entscheidender Baustein für die Entwicklung. Doch es ist mittlerweile bekannt, dass oft gehörte Sätze „Du bist so unordentlich, nie räumst du deinen Teller auf“ zu einer inneren Stimme werden, die uns (manchmal) ein Leben lang begleitet.

Ich will nun nicht jedes Wort auf die Waagschale legen und doch ist es mir wichtig und ein Anliegen mit meinen Worten möglichst unvoreingenommen, offen, wertschätzend zu sein. Das klappt nicht immer… Aber ich habe gemerkt, dass allein die Auseinandersetzung mich für dieses Thema sensibilisiert und ich mit meinen Worten achtsamer umgehen kann.

Jetzt möchte ich mit dir gerne  meine Grafik teilen und ich würde mich unglaublich freuen, wenn du mir schreibst welche Sätze vielleicht für dich eine Herausforderung sind. Steht dieser Satz hier mit dabei? Oder gibt es einen anderen der dir immer wieder „rausrutscht“?

Update 14.05.2019

Es gibt eine neue Grafik, mit anderen „Alltagssätzen“ und Alternativen. In den letzten Wochen sind mir immer wieder mal Sätze an die Ohren gekommen, oder auch selber rausgerutscht 🙊, die für unsere Kinder verletzend sind und uns voneinander trennen. Ein paar Sätze habe ich gesammelt – im Brainstorming mit meinem Mann – und Alternativen formuliert, die Raum lassen für Verbindung. Unsere Kommunikation ist ein starkes Werkzeug im Kontakt mit anderen Menschen und gerade mit unseren Kindern ist eine achtsame Kommunikation wichtig und wertvoll. Und deshalb gibt es diese kleine Fortsetzung mit Alternativen. Als Idee, Impuls, Anregung.

Übrigens, beide Grafiken kannst Du dir als PDF kostenlos runterladen. Einfach auf´s Bild klicken 🙂

Alles Liebe,

deine Maria

7 Replies to “Worte bewegen – Alltagssätze mal anders”

  1. Hallo!
    Ich finde deine deutsche Version fast ein bisschen besser als die englische. Allerdings würde ich bei drei Möglichkeiten die Frage weglassen und als Aussage formulieren. So nach dem Motto: Frag nicht, wenn nein keine Option ist. 😉
    Aber ich glaube ich werd die Grafiken auch in meinem Blog verlinken… weil es einfach mehr verbreitet gehört! <3

    1. Hallo 🙂
      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar. Ja, natürlich sollte man nur dann fragen, wenn auch eine Auswahloption möglich ist… 😉 Da darf jeder für sich schauen, meine Sätze sollen ja einfach eine Anregung sein. Ich freu mich wenn du die Botschaft mit verbreitest ♥ Viele Grüße, Maria

  2. Tolle Sätze!! 🙂
    Mir rutscht häufig „stör mich nicht ich unterhalte mich gerade“ heraus wenn ich zb mit einer anderen Mutter rede und meine Tochter dazwischen redet. Da bräuchte ich einen etwas liebevolleren Satz 🙈 oder auch „spiel nicht mit dem dem Essen“

    Alles Liebe
    Marlene

    1. Hallo liebe Marlene! Danke für deinen Kommentar – was das unterbrechen angeht werde ich wohl demnächst mal einen Artikel/ eine Podcastfolge dazu machen 🙂 mit Impulsen wie wir damit umgehen können. Anstatt „spiel nicht mit dem Essen“ könntest du eine positive Formulierung finden. Also was möchtest du statt dessen? Ich weiß ja nun auch nicht wie alt deine Tochter ist, grundsätzlich erfahren Kinder das Essen mit allen Sinnen und was für uns „spielen“ ist, ist für Kinder eine Entdeckungstour. Manchmal ist unser Mund auch einfach schneller, wir können danach immer wieder zu unserem Kind sagen „Das war jetzt doof, was ich sagen wollte war folgendes…“ 😉 ♥ Liebe Grüße, Maria

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.